Der Nachtwächter von Scheinfeld

 

NachtwächterDie Geschichte der Stadt wird lebendig an historischen Plätzen präsentiert von der Theatergruppe des Gymnasiums Scheinfeld in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Hans Meyer nach Dokumenten des Heimat- und Kulturvereins
Geschichte wird erlebbar in prägnante Szenen an den ursprünglichen Orten in der Stadt:

Bewerbung der Theatergruppe beim Förderprojekt der VR Bank für junge „Bessermacher“

Unser Projekt wurde ausgewählt für das Public Voting, das online ab 1.12.2018 bis 31.12.2018 geht und bei dem man so viele Stimmen wie möglich haben muss, um einen der drei ausgelobten Preise zu bekommen.
Deshalb bitten wir SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und alle, die sich zur Schulfamilie des Gymnasiums Scheinfeld zählen, für uns zu stimmen und uns dadurch bei unserem Vorhaben, unsere technische Ausrüstung zu verbessern, zu unterstützen.
https://v36.vereinsvoting.de/overview?appId=22517&lang=de_DE

Mit einem möglichen Preisgeld würden wir gerne unsere technische Ausrüstung erweitern (die natürlich auch in anderen Projekten eingesetzt und an andere Gruppen verliehen wird). Vor allem am Stadtsee und bei sehr hohen Besucherzahlen in den engen Gassen am Stadtgraben sind manche jungen Spieler schlecht zu hören (vor allem für ältere Besucher), weshalb wir gerne in Headsets mit Verstärkeranlage investieren würden. Durch den Neubau des Gymnasiums sind nämlich die Gelder des Kostenträgers weitgehend gebunden und die Unterstützung für das Schultheater recht gering. Daher haben wir noch keine entsprechende Anlage.

https://www.vrmeinebank.de/meinfoerderpreis


Bitte macht / machen Sie mit und unterstützen uns!
Eure / Ihre Theatergruppe

 Die Nachtwächter-Rundgänge

Wir, Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums sowie Ehemalige, führen diese Szenen seit drei Jahren in wechselnder Besetzung an mehreren Wochenenden von Juli bis September auf.

NachtwächterDie Texte sind in der Mehrheit von Hans Meyer, einzelne auch von uns, und werden von Jahr zu Jahr ergänzt und so erweitert.

Für das kommende Jahr sind Szenen zur Geschichte des 20. Jahrhunderts geplant, etwa über die Rückkehr eines jüdischen Bürgers nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches.

Durch die szenische Aufführung an einzelnen Plätzen im Stadtkern wird sowohl Einheimischen wie Touristen die Gegenwart anhand der Einwirkung der Vergangenheit unmittelbar deutlich.
Dies führt besonders an der alten Synagoge, in den Szenen mit dem einbeinigen Bettler oder jenen zur Hexenverbrennung zu einem intensiven Erlebnis für die Betrachter.
Aber auch die Erinnerungen an die Pestzeit, die zwangsweise Konskription von Soldaten, Auseinandersetzungen mit französischen Söldnern, der Richtplatz oder die Heiratspolitik der Schwarzenberger wirken bei den Zuschauern nach, was man direkt durch die Kommentare der Mitgehenden wie in den sich anschließenden Gesprächen erkennen kann.

Durch die Verbindung der Szenen durch die Nachtwächterinnen bleibt ein roter Faden erhalten, der Schutz der Stadt durch die Bürger, an dem sich die Zuschauer orientieren können.
In diesem Jahr haben wir dies durch ein Programm mit den einzelnen Stationen ergänzt, so dass ältere Besucher oder Familien mit Kleinkindern beschwerliche Wegstrecken auslassen und uns an den gewünschten Stationen wieder erreichen können.
Wie sich aus den Kommentaren auf der Facebookseite der Stadt Scheinfeld wie den an uns gerichteten Bitten um eine Wiederaufnahme der Nachtwächtergänge erkennen lässt, ist das Projekt ein großer Erfolg, wohl weil die Menschen sich erinnern, ihre Stadt neu kennen lernen und sich auch ungezwungen amüsieren können.

Unser Vorgehen:

Nachtwächter

Wir treffen uns am oberen Torturm, der von uns mit LEDs illuminiert und durch Nebelschwaden als „gefährdet“ markiert wird; dort stellen sich die Nachtwächterinnen vor und beschreiben die Lebensverhältnisse von Knechten und Mägden im ausgehenden Mittelalter; es schließt sich dort eine weitere drastische, aber auch komische Szene zur Situation kinderreicher Mütter an.

Unsere Requisiten führen wir auf einem Leiterwagen mit uns, die weiteren 17 Szenen führen uns vom Stadtsee zur früheren Synagoge, wieder zur Hauptstraße, zurück in die Altstadt, zur katholischen Kirche , durch die Hauptstraße zum früheren Stadtgraben und schließlich wieder zurück zum Torturm. Einzelne Szenen werden dabei durch Beleuchtung, Fackeln und ein Feuerwerk optisch akzentuiert, ein gemeinsamer Umtrunk unterwegs lädt zu Gesprächen ein. Wichtig für uns sind dabei die Vermittlung der Inhalte, die Unterhaltung des Publikums, der Kontakt von Schule und Bevölkerung und natürlich auch die Freude am reibungslosen Ablauf unserer Inszenierung durch durchdachte Planung, gute Infrastruktur und gegenseitige Unterstützung, vor allem für die „Kleinen“, die so ihre Erfahrungen mit einem großen und wechselnden Publikum machen können.

Nachtwächter

Da wir wirklich nur den einen Leiterwagen haben, muss jeder Gang sorgfältig vorgeplant und der Wagen strategisch vorausschauend gepackt und gezogen werden. Gut zu überlegen ist auch für jede kurze Szene, welche Botschaft man durch die schauspielerische Gestaltung in den Mittelpunkt stellen will. Das sprechen wir immer wieder neu ab, auch weil wir jedes Jahr neue Szenen und neue Schauspieler integrieren müssen.

Für einzelne Dialoge haben wir deshalb auch Doppelbesetzungen, um unterschiedliche Interpretationsvarianten anzubieten, vor allem im Hinblick darauf, dass wir Besucher haben, die die Gänge öfter, sogar immer mitmachen. Als wirkungsvoll hat sich auch die Ausweitung auf den Septembertermin erwiesen, weil die früher einbrechende Dunkelheit die Schauplätze wirkungsvoller erscheinen lässt, vor allem auch dadurch, dass die Spaziergänger durch die Übernahme der Beleuchtung als Fackelträger besser in das Geschehen integriert werden können.

Vorhaben:

Die zeitliche Planung für 2019 mit Wochenenden im Juli und September steht bereits.

Inhaltlich ist geplant, die Kurzszenen mit Ausblicken ins 20. Jahrhundert zu erweitern, wobei aktuell Ergänzungen zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung Scheinfelds wie der Nutzung historischer Gebäude in Arbeit sind.

Fotos: H.P. Bacherle

 

 

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