Wir bräuchten drei Planeten für unseren Lebensstil

Scheinfelder Realschüler und Gymnasiasten nahmen Maß an ihrem ökologischen Fußabdruck

Am Freitag, dem 06.02. 2015 gab es in der Wolfgang-Graf-Halle vormittags gleich für mehrere Klassen der Realschule Schwarzenberg und des Gymnasium Scheinfeld eine gemeinsame Unterrichtsveranstaltung der besonderen Art. Auf Einladung der Schulleiter Alfred Munzert (Gymnasium) und Arno Kaesberg (Realschule) und mit finanzieller Förderung durch die Kreissparkasse konnte das bundesweit begehrte Unterrichtsprojekt Fair-Future-II für Scheinfelds Schulen gewonnen werden: Unterstützt durch eine spannende Multimedia-Präsentation stellten sich die Moderatoren Anton Frisch und Fabian Delong gemeinsam mit den Schülern der Frage, wie unser Lebensstil fairer werden könne.

Fair Future
Eingangs der Veranstaltung wies Bürgermeister Claus Seifert in seiner Eigenschaft als Sprecher der Nachhaltigkeitsregion Steigerwald auf die enorme Bedeutung ökologischer Grundbildung hin. Diese Einstellung teilen auch die Lehrkräfte an Gymnasium und Realschule, die ihre Klassen eingehend auf den besonderen Unterrichtstag vorbereitet hatten. Gleich in der einleitenden Gesprächsrunde beteiligten sich die Schüler eifrig und zeigten, dass sie schon über einiges Vorwissen verfügten. So etwa verblüffte ein Fünftklässler des Gymnasiums Moderator Delong mit seiner profunden Begriffsdefinition des ökologischen Fußabdrucks, die er mutig vor mehr als 200 Schülern vortrug.
Die anschließende Multivisionsshow präsentierte den staunenden Kindern in eindrücklicher Weise globale ökologische und ökonomische Zusammenhänge. Die Schüler erfuhren unter anderem, dass in Deutschland jährlich 500 000 Tonnen gut genießbaren Brots weggeworfen würden, weil der Konsument täglich eine enorme Auswahl an absolut frischer Backware erwarte. Angesichts der Vermittlung solcher Erkenntnisse wundert es nicht, dass Fair-Future-II vor allem von Oxfam International gefördert wird, einer bedeutenden internationalen Organisation, die sich den weltweiten Kampf gegen den Hunger auf ihre Fahne geschrieben  hat.
In der abschließenden Gesprächsrunde entdeckten die Schüler Wege, die zu einer umweltbewussteren Gestaltung ihres eigenen Alltags führen.  Denn jeder Einzelne kann schon mit kleinen Veränderungen seines Konsumverhaltens zu genau jener „Fair Future“ beitragen, die eine gerechte Zukunft für alle Bewohner unseres Planeten meint.

Peter Reus, OStR

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