Leseabend der Klasse 9b zum Thema Maghreb

MaghrebNachdem die Klasse 9b sich im Rahmen des Französischunterrichts mit dem Themengebiet Maghreb (=französischsprachiges Nordafrika: Marokko, Algerien, Tunesien) beschäftigt und viel Wissenswertes zu Geschichte, Landeskunde und Kultur erfahren hatte, erarbeiteten sie im Unterricht das Märchen Majnoun et Laila, wobei das Ende vorläufig ausgespart wurde. Hierbei handelt es sich um die wohl bekannteste Liebesgeschichte des Orients, die ihren Ursprung in frühislamischer Zeit hat. Die Schüler erhielten den Auftrag, ihr eigenes Ende der Geschichte für den geplanten Leseabend zu verfassen.

Dieser fand am 10.07.14 als Höhepunkt der Unterrichtsreihe im Gymnasium Scheinfeld statt. Schon am Eingang wurde den Schülern zu ihrer Überraschung der Weg auf arabisch-französischen Schildern gewiesen. Richtig maghrebinisch wurde es dann im Zimmer mit arabischer Dekoration und Musik, sowie einem Buffet mit typischen Speisen der Region: Humus, Taboulé, Zaalouk, Datteln, Feigen und Baklava, einer typisch orientalischen Süßigkeit. Das typische Getränk der Gegend, Tee aus frischer Minze, bereiteten die Schüler selbst zu.

Die Schüler hatten Spaß, dies alles auszuprobieren und waren nun richtig eingestimmt, um sich wieder der Geschichte von Majnoun et Laila zu widmen. Nachdem der Inhalt erst noch einmal in französischer Sprache zusammengefasst worden war, trugen die Schüler ihre selbst erdachten Märchenenden vor, welche sie eindrucksvoll mit einem Schattenspiel unterstützten. Nach der Vorstellung dieser kreativen Einfälle der Schüler las man zusammen, wie die Geschichte im Original endet. Hier ergab sich die Gelegenheit, aus den bereits mitgebrachten Materialien eine histoire bizarre- eine bizarre Geschichte- zu fabulieren. Anschließend übertrugen die Schüler die Handlung der Geschichte in die Gegenwart und präsentierten ihre fantasievollen Versionen in zwei Schauspielen.

Somit haben sich die Schüler an diesem maghrebinischen Abend nicht nur die orientalische Gedanken- und Gefühlswelt erarbeitet, sondern diese auch mit allen Sinnen wahrgenommen.

Antonia Nievelle, StRefin

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