Universität trifft Gymnasium

Das „W“ im Begriff W-Seminar, wie es jeder Schüler der gymnasialen Oberstufe besucht, steht für „wissenschaftspropädeutisch“, es geht darin also um die Vorbereitung der jungen Leute auf die Anforderungen eines wissenschaftlichen Studiums an der Universität. Deswegen bemüht sich das Gymnasium Scheinfeld auch immer wieder darum, seine Oberstüfler mit „echten“ Universitätsprofessoren zu konfrontieren. So besuchte der Latinist Prof. Dr. Stefan Freund von der Bergischen Universität Wuppertal am 11.12. auf Einladung des Schulleiters Wolfram Schröttel das W-Seminar Latein/Kunst mit dem Thema „Ovid-Rezeption in der Kunst“ und erarbeitete mit den Schülern Rezeptionsdokumente zur bekannte Ovidgeschichte „Pyramus und Thisbe“, angefangen von pompejanischer Wandmalerei bis ins 19. Jahrhundert. Der Wissenschaftler zeigte sich von der regen Mitarbeit und den Kenntnissen der Scheinfelder sehr angetan und attestierte einigen Schülerinnen, problemlos mit seinen Studenten der ersten Semester in einem Proseminar mithalten zu können.

Vortrag zu Ovid
Bild: Prof. Dr. Freund mit Schulleiter OStD Schröttel

Am Abend referierte Prof. Freund vor der Lateinfachschaft, einigen weiteren interessierten Kollegen, Schülern und Eltern über „Ovid und das christliche Europa. Episoden einer (un)möglichen Liebe“. Er zeigte dabei das Verhältnis christlicher Autoren von der Spätantike bis zur Renaissance zum großen römischen Dichter auf, das in der intensiven Ovid-Aufnahme und –verehrung im sogenannten Zeitalter des Ovid (aetas Ovidiana) im 13./14 Jh. gipfelte.

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