P-Seminar European Youth Parliament

In den Schuljahren 2014/15 und 2015/16 fand in der Q11/12 das P-Seminar European Youth Parliament statt, an dem 14 Schülerinnen und Schüler teilnahmen. Ziel dieses P-Seminars mit dem Leitfach Englisch war es, für die Schülerinnen und Schüler der Q11/12 des Gymnasiums Scheinfeld und für die Schülerinnen und Schüler der 11./12. Jahrgangsstufe der Fachoberschule Schloss Schwarzenberg in Zusammenarbeit mit dem European Youth Parliament Germany ein zweitägiges Schülerforum zu aktuellen Themen der Europapolitik vorzubereiten. Bereits in zwei vorbereitenden Treffen im Schuljahr 2014/15 informierten die Teilnehmer des P-Seminars die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule über Ablauf und Inhalte des Schülerforums, das in englischer Sprache abgehalten werden sollte. Auch Frau Kerstin Westphal [MdEP] wurde vom P-Seminar an unsere Schule eingeladen und führte in aktuelle Themen der Europapolitik und in die Arbeit des Europäischen Parlaments ein.
Am 24. und 25. September 2015 fand schließlich in Zusammenarbeit mit 10 Vertretern des European Youth Parliament, die aus ganz Deutschland in Scheinfeld zusammenkamen, das lange geplante Schülerforum statt, an dem die gesamte Q12 des Gymnasiums zusammen mit allen 12. Klassen der Fachoberschule Schloss Schwarzenberg teilnahm. Dabei hatten die Schüler die Gelegenheit sich mit Schülern einer anderen Schule auszutauschen und auch neue Bekanntschaften zu knüpfen.
Am ersten Tag des Forums wurden die Schülerinnen und Schüler zunächst nach dem Zufallsprinzip in acht unterschiedliche Ausschüsse mit verschiedenen Diskussionsthemen zur Europapolitik eingeteilt. Die Ausschüsse behandelten die Themen Flüchtlingskrise (Ausschuss LIBE), Waffenexporte (INTA), Datenschutz (IMCO), Frauenrechte (FEMM), Jugendarbeitslosigkeit (EMPL), Atomausstieg (ENVI), Freihandelsabkommen TTIP (ECON) und die mangelnde Wahlbeteiligung in der EU (AFCO). Der Ausschuss LIBE setzte sich zum Beispiel für eine schnellere und bessere Verteilung sowie Integration der Flüchtlinge im europäischen Raum ein. Zudem setzten sich die Mitglieder des Ausschusses das Ziel Asylbewerbern eine gute schulische Ausbildung zu ermöglichen ohne die Staatsbürger zu benachteiligen.
In diesen Gruppen lernten sich die Schüler zuerst beim Teambuilding kennen. Nach dem Teambuilding wurden in den jeweiligen Ausschüssen die Vorkenntnisse zu den Themen zusammengetragen, sodass alle Mitglieder auf dem gleichen Wissensstand waren und sich so gut an der Diskussion beteiligen konnten. Ohne Vorbehalte wurde schließlich miteinander über die momentanen Hürden der europäischen Politik gesprochen. Die Diskussionen fanden ausschließlich in englischer Sprache statt. Es zeigte sich, dass die Schülerinnen und Schüler, trotz mancher Bedenken im Vorfeld, auch, wie auf europäischer Ebene üblich, in englischer Sprache gut miteinander kommunizieren konnten. Ziel des Tages war es, innerhalb des jeweiligen Ausschusses gemeinsam eine Resolution zu dem vorgegebenen Thema zu verfassen, die am Folgetag vorgestellt und diskutiert werden sollte.
Nach dem arbeitsreichen Donnerstag fand am Freitag die Vorstellung und Diskussion der Gruppenergebnisse im Rahmen einer Vollversammlung (general assembly) in der Wolfgang-Graf-Halle statt.



Hierbei war der Ablauf für alle Ausschüsse der gleiche:
Zuerst gaben die Vertreter des European Youth Parliament eine Beschreibung des Ausschussthemas, zu welchem anschließend die erarbeitete Resolution von einem Ausschussmitglied präsentiert wurde. Dann wurde diese Resolution in mehreren Debatten, an denen sich alle Ausschüsse beteiligten durften, diskutiert.
Zum Abschluss einer jeden Debatte wurde abgestimmt, ob die Resolution angenommen oder abgelehnt wird. Dabei äußerten sich alle Ausschüsse zum jeweiligen Thema, stellten Fragen, kritisierten und lobten. Nach einem etwas zurückhaltenden Start wurden die Schülerinnen und Schüler immer offener und durch die unzähligen Beiträge und Vorschläge entstand eine sehr lebhafte Debatte in englischer Sprache.
Insgesamt wurden den Schülerinnen und Schülern vor allem aktuelle Themen der Europapolitik nähergebracht, über die sie sich eine eigene Meinung bildeten und diese in die Diskussionen einbrachten. Mithilfe der Repräsentanten des European Youth Parliament wurde es den Teilnehmern des P-Seminars ermöglicht, diese Veranstaltung erfolgreich durchzuführen, sodass alle auf zwei erfolgreiche Projekttage zurückblicken können.


Nach dem sehr erfolgreichen Verlauf des Schülerforum gab es für das P-Seminar European Youth Parliament im März 2016 schließlich weiteren Grund zur Freude. Das P-Seminar wurde vom Ministerialbeauftragten für Mittelfranken, Herrn OStD Joachim Leisgang, mit dem P-Seminar-Preis des Bezirks Mittelfranken ausgezeichnet. Bei der Auswahl der Preisträger wurden vor allem Konzeption, Umsetzung und Ergebnis der P-Seminare betrachtet. Eine wichtige Rolle spielten dabei die Projektidee, die Zielsetzung, die Projektplanung und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern. Auch auf den Einsatz von Methoden des Projektmanagements und der Teamarbeit wurde geachtet.
Der Ministerialbeauftragter OStD Joachim Leisgang würdigte das P-Seminar des Gymnasiums Scheinfeld  als in allen Bereichen sehr gelungenes und herausragendes Projekt, das durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen externen Partnern über den üblichen Rahmen einer Schule weit hinaus ging und daher diese große Anerkennung verdient hat.


Das P-Seminar European Youth Parliament mit Seminarleiterin Anja Hümpfner, OStRin

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