Larche, wir kommen!!

„Frankreich, wir kommen“ – so begann die Reise zu unseren Austauschpartnern am Donnerstag, den 03. April 2014. Nach einer 14-stündigen Fahrt erreichten wir endlich unser Ziel: Larche! Auf ein freudiges Wiedersehen mit den Austauschpartnern folgte die Begrüßung durch die einzelnen Familienmitglieder. Das gemeinsame Abendessen und das Beziehen des neuen Zimmers rundeten den Tag ab.

Frankreich 2014Am Freitagmorgen wurden die in den Familien neu gewonnenen Erfahrungen im Collège untereinander ausgetauscht. Anschließend brachen wir mit dem Bus zu unserem ersten Ausflug auf. Dieser führte nach Sarlat, einem kleinen und feinen schönen Städtchen mit vielen verwinkelten Gassen, das wir während einer Stadtführung genauer kennen lernten. Daraufhin besuchten wir noch die Jardins de Marqueyssac. Das sind riesige, sehr gepflegte Gärten, in denen alle die einzigartigen Strauchkunstwerke bewunderten und so manch einer feststellte, dass sie sich auch gut zum Versteckspiel eigneten. Nach unserer Rückkehr am späten Nachmittag wurden wir von den Gasteltern abgeholt. Das folgende Wochenende verbrachten wir in unseren Familien, die für uns verschiedene unterhaltsame Programme auf die Beine gestellt hatten. Die einen verprassten ihr Taschengeld beim Shoppen, die anderen vergnügten sich beim Eislaufen und wieder andere waren bowlen, wobei schon die Vorfreude auf den Ausflug zur Dune du Pilat, die wir am Montag besuchen sollten, stieg.

Die Düne war wahrscheinlich für die meisten das Highlight. Nachdem wir sie erklommen hatten, konnten wir einen beeindruckenden Ausblick genießen. Nur einen Abhang entfernt lagen ein langer Sandstrand und das Meer. Leider war es bei 10°C Wassertemperatur trotz Sonnenscheins noch zu kalt, um im Meer zu schwimmen. Deswegen begnügten wir uns mit dem Erfrischen unserer Füße. Nach dem Abstieg besuchten wir kleine Läden, in denen das ein oder andere Mitbringsel schon auf uns wartete. 

Frankreich 2014Frankreich 2014

Der darauffolgende Dienstag startete mit dem Aufenthalt in einem prähistorischen Museum, in dem Wandmalereien zu sehen waren. Nach einem kurzen Einführungsvortrag durften wir schließlich selbst aktiv werden und Venusskulpturen aus Ton modellieren, aus Stein Gebilde hauen oder in Steinzeitmanier Menschenkörper auf Schiefer ritzen. Danach gingen wir noch in der Stadt etwas essen und trafen uns nach dieser kurzen Mittagspause wieder am Bus, mit dem wir zu einem prähistorischen Dorf aufgebrochen sind. Dort wurde uns ein Text über die Geschichte dieses Dörfchens in die Hand gedrückt und wir durften es selbst erkunden. Um allen Mitreisenden die Möglichkeit zu bieten, noch mehr Souvenirs zu kaufen, machte der Bus auf der Rückfahrt noch bei einem Supermarkt halt, in dem die Jungs das Karamell-Carambar-Regal komplett plünderten. Den Abend ließen wir in den einzelnen Familien ausklingen.

Der nächste Tag brachte einen Besuch beim Chocolatier Eric Lamy mit sich, dem wir beim Schokolade gießen zuschauen durften, während er uns den Weg der Kakaobohne bis hin zur fertigen Schokolade erklärte. Unterdessen gab er uns auch immer wieder kleine Schokoladenstücke mit immer höherem Kakaoanteil zum Probieren. Nach dieser kleinen Wissensreise ging es an unser Können und wir probierten uns selbst als meisterhafte Chocolatiers. Uns wurden noch flüssige Schokoladenplättchen und Zutaten wie Mandeln, Pistazien, Kokosflocken, Reiscrispies und kandierte Orangenstreifen bereitgestellt und wir durften unsere eigenen Kreationen in einer schönen Verpackung mit nach Hause nehmen. Im nebenstehenden Laden kauften wir uns noch ein paar kleine Kunstwerke aus Schokolade und auch bunte Macarons, bevor wir die übrige Zeit zum Bummeln in Brive nutzten. Den Nachmittag gestalteten die Austauschpartner. Die meisten waren wieder in Brive shoppen, andere waren Lasertag spielen.

Frankreich 2014Der Donnerstag, unser letzter Tag vor der Heimfahrt, begann mit der Aufteilung der deutschen Schüler in zwei Gruppen, wobei die eine am Vormittag den Unterricht besuchte und am Nachmittag dem Wassersport frönte, während es die andere genau umgekehrt machte. Der Wassersportangebot bestand aus zwei Teilen, zum einen durften wir Kajak fahren und zum anderen Rudern. Dabei haben wir auch einige Naturtalente entdeckt! Der Unterricht im Collège, den wir danach miterleben durften, unterscheidet sich teilweise vom deutschen. Wenn ein Schüler beispielsweise zu laut ist, kann es ihm passieren, dass er den Unterricht verlassen und das Verpasste zu Hause selbst nachholen muss. Ebenfalls im Collège fand am Abend eine fête d´adieu (Abschiedsfeier) statt, mit vielen lieben Worten an uns, mit der Verabschiedung von Herrn Krapp, mit Danksagungen, Häppchen (für die Gourmets unter uns) und viel Freizeit, um herumzualbern und sich zu unterhalten. Damit war auch schon der letzte Tag in Frankreich erreicht, denn am folgenden Morgen begann schon um sechs Uhr unsere Rückreise. Um 22:15 Uhr kamen wir schließlich wieder in Scheinfeld an. Die Wiedersehensfreude war bei allen sehr groß.

Annelen B., Corinna M. & Nadine W., 9c

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