Lehrer des Gymnasiums Scheinfeld besuchen Partnerschule in Trbovlje im Oktober 2014

Etwas Besonderes ist die Schulpartnerschaft zwischen dem Gymnasium Scheinfeld und dem Gimnazija Trbovlje in Slowenien. Seit über 20 Jahren, so lange wie keine andere bayerische Schule, pflegt das hiesige Gymnasium einen intensiven Schüleraustausch mit Trbovlje. Darüber hinaus sind aber auch die Kollegien im Austausch: Am verlängerten Wochenende über den Tag der Deutschen Einheit fuhr bereits zum dritten Mal eine Lehrerdelegation (mit Anhang) nach Slowenien, ein Gegenbesuch (ebenfalls der dritte) ist für das kommende Jahr geplant.

 

Die fränkischen Besucher wurden mit der bekannten slowenischen Gastfreundschaft nicht nur kulinarisch, sondern auch kulturell verwöhnt. Auf dem Programm standen neben einer Besichtigung der Partnerschule eine Ausstellung im Stadtmuseum über die Schulgeschichte der Region sowie ein Tagesausflug nach Prekmurje, den nordöstlichsten Landesteil Sloweniens, in dem ein Töpferdorf, eine berühmte Wallfahrtskirche und ein Orchideengarten mit tropischem Park besucht wurden. Ein weiterer Höhepunkt der Reise war ein Mittagessen auf Einladung des scheidenden Bürgermeisters von Trbovlje, bei dem Scheinfelds Bürgermeister Claus Seifert, der als „Anhang“ seine Ehefrau Birgit, Lehrerin am Gymnasium, begleitete, mit seinem Kollegen auf Französisch lokalpolitische Problemfelder besprechen konnte. Beide Schulen freuen sich darüber, dass sich die Kommunen seit vielen Jahren auch ohne offizielle Zuständigkeit für die Partnerschaft engagieren.

 

 

 

Slowenienaustausch 2011

 

Sonntag, 05.06.2011


Am Sonntag, dem 05.06.2011, begann der zweite Teil des Slowenienaustausches.24 Schüler und Schülerinnen warteten aufgeregt vor dem Gymnasium Scheinfeld auf den Bus. Als alle Gepäckstücke verstaut waren konnten wir pünktlich um 8.00 Uhr losfahren. Vor uns lagen zehn Stunden Fahrt und unsre Route führte uns von Scheinfeld vorbei an Passau über die österreichische Grenze schließlich nach Slowenien, wobei drei Pausen uns die lange Fahrt erträglicher machten.
Während der Hinfahrt hatten wir sehr viel Spaß, ruhten uns noch etwas für die kommende Woche aus und machten uns Gedanken darüber, was uns wohl erwarten würde und welche Erfahrungen wir wohl machen würden. Außerdem freuten sich viele darauf ihre Austauschpartner wieder zu sehen. Ohne Zwischenfälle erreichten wir pünktlich um 18.00 Uhr unser Ziel Trbovlje und konnten endlich unsere Austauschpartner wieder in die Arme schließen. Nachdem jeder sein Zuhause für die Woche erkundet hatte, waren wir Pizzaessen und ließen den Abend noch gemütlich ausklingen.
Mirijam O., Anne-Kathrin E. und Theresa Z.


Montag, 06.06.2011



Unser erster gemeinsamer Tag im Gymnasium Trbovlje begann um 7:40 Uhr in der Bibliothek, nachdem für uns alle erst einmal Hausschuhe besorgt werden mussten und wir auch ein paar Freunde unserer Austauschpartner kennen lernten. Dort wurden wir sehr nett von der Direktorin der Schule, Frau Keršnik, und der Deutschlehrerin, Frau Kafel, begrüßt. Anschließend erhielten wir anhand einer Power Point Präsentation einige Informationen über den Austausch, Trbovlje und das Gymnasium. Danach zeigte Frau Kafel uns auch das Gebäude, unter anderem die Mensa und die Turnhalle. Dann fertigten wir gemeinsam ein Plakat mit unseren Erwartungen an den Austausch an. Um kurz nach zehn Uhr aßen einige von uns gemeinsam in der Mensa, bei der man sich mit einem Kärtchen unserer Austauschpartner schnell von dem netten Personal ein gutes Essen holen konnte.
Danach gaben uns unsere Partner wieder unsere Schuhe und wir liefen zusammen mit der anderen Deutschlehrerin, Frau Holešek, zum Rathaus, während wir einen Zettel mit Informationen über die Stadt Trbovlje ausfüllten. Dort erwartete uns zwar nicht der Bürgermeister, aber ein Vertreter von ihm, der uns freundlich empfing und uns vor allem politische Informationen (mit Übersetzung von Frau Holešek) zu Trbovlje gab. Dann machten wir einen Stadtrundgang und besichtigten ein Museum und eine frühere Arbeiterwohnung, bei denen wir viele historische Informationen zu Trbovlje erhielten.

Nachdem wir um ca. 13:40 Uhr zur Schule zurückgekehrt waren, fuhren/liefen wir mit unseren Partnern nach Hause, wo uns in den meisten Fällen ein wirklich leckeres und reichhaltiges Mittagessen unserer Gastfamilien erwartete. Gleich danach erwarteten uns verschiedene Attraktionen, die unsere Partner für uns geplant hatten. Einige fuhren zum Shoppen nach Ljubljana oder Celje, besichtigten den bekannten Berg Kum mit anschließendem Essen oder unternahmen sonstige Dinge mit ihren Gastfamilien, wodurch die meisten schon ihren ersten ganzen Tag in Slowenien richtig genossen. Am Abend trafen wir uns dann fast alle beim Sportplatz und später dann im Park von Trbovlje, wo der zweite Abend durch gemeinsames Zusammensein und fröhliches ‚Austauschen‘ schön abgerundet wurde.
Bernadette F. & Sophie H.


Dienstag, 07.06.11


Als wir uns am Dienstagmorgen alle wieder am Gymnasium getroffen hatten, fuhren wir mit dem Bus zwei Stunden lang durch Berge und Täler nach Hrastovlje. Die Kirche in Hrastovlje ist bekannt für ihre Fresken, die zufälligerweise entdeckt worden waren, als jemand etwas Putz von der Wand abkratzte. Sie zeigen Szenen aus der Bibel, Heilige und symbolisch dargestellt die zwölf Monate. Das berühmteste Fresko Hrastovljes ist der Totentanz. Er zeigt, dass jeder einmal dem Tod folgen muss, vom Kleinkind in der Wiege über Edelmann und König bis zum Papst.

Danach fuhren wir weiter zu den Salinen. Hier wird schon seit über 100 Jahren aus Meerwasser Salz gewonnen. Während es teilweise wie aus Kübeln regnete, erklärte uns ein Mann, der aussah als wäre er gerade mit seinem Rentierschlitten vom Nordpol gekommen, die Arbeit in den Salinen. Am Ende der Führung hatten alle die Möglichkeit Salzprodukte zu kaufen. Vom einfachen Kochsalz über Salz-Schokolade bis hin zu Likör mit Salz wurde vieles eingekauft.
Als wir auf dem Weg nach Piran waren, sahen und hörten wir die Ausläufer eines Gewitters, was sich aber zum Glück verzog, sodass wir in Piran anfangs noch bei Regen und gefühlten zehn Grad in der Adria baden konnten. Doch auch Aktivitäten, wie die Stadt zu besichtigen und die örtlichen Spezialitäten wie Muscheln und ?evap?i?i zu probieren, wurden gerne genutzt. Da es später mal wieder regnete, als müsste das Meer wieder aufgefüllt werden, und manchen Schülern dies nicht davon abhielt, im Regen Bilder zu machen, konnte man im Bus teilweise nicht unterscheiden, wer jetzt im Meer gebadet hatte oder einfach nur im Regen stand.
Als wir um ca. 18 Uhr wieder in Trbolvje eintrafen, gingen wir in unsere Gastfamilien, um zu essen, und trafen uns danach in Trbolvje bzw. Zagorjie, um zusammen zu sitzen und gemeinsam zu lachen. Auch hier wurden wieder neue Freundschaften geschlossen.
Max H. und Christoph H.


Mittwoch, 08.06.11


Heute war unser Schultag. In den ersten zwei Stunden lernten wir slowenische Begrüßungen, einfache Dialoge, schwere Wörter und das Alphabet. Zuerst hatten wir manche Probleme mit der Aussprache, die sich jedoch dann schnell legten.
Die dritte Stunde verbrachten wir mit Wirtschaft, was zum größten Teil Wiederholung für uns war. Der Grund dafür könnte sein, dass slowenische Gymnasiasten kein Wirtschaft haben. Gemeinsam wurde ein Haushaltsplan erstellt, um zu verdeutlichen, dass man mit Geld wirtschaften muss.
Eine der amüsantesten Stunden war Musik. Wir lernten den Rondo-Rhythmus, einen irischen Tanz und das Lied „Dan Ljubezni“. Dies bereitete uns sehr viel Spaß und zu allem Überfluss sollten wir unsere gewonnenen Kenntnisse am Abschlussabend aufführen.
Nach einer 20minütigen Pause in der Mensa wurden sogar die größten Chemie-Hasser zu vernarrten Chemikern. Der Chemie-Lehrer war uns sofort sympathisch, auch wenn er eine seltsame weiße Kleidung trug. Wir durften selbst Aspirin herstellen, aber leider nicht mit nach Hause nehmen.
Was ihn zu unserem Lieblingslehrer machte, war seine Liebe zu Explosionen. Er hätte uns gern einige große Explosionen gezeigt, aber da gerade Abitur geschrieben wurde, ging dies nicht. Trotzdem ließ er einige von uns „Mini-Explosionen“ durchführen, und nachdem wir die erste Reihe geräumt hatten, führte er eine größere Explosion vor.

Die letzten zwei Stunden verbrachten wir mit Sport. Zuerst mussten wir zur Aufwärmung eine Polka tanzen, was aber nicht so ganz funktionierte. Danach konnten wir uns zwischen Fußball, Volleyball, Hockey und Fitness und Tischtennis entscheiden. Wir Deutschen siegten im Volleyball gegen die Slowenen, was sehr überraschend war.
Mirijam O., Anne-Kathrin E. und Theresa Z.


Donnerstag, 09.06.2011


Das Aufstehen am Morgen fiel uns schwer, da wir uns am Abend vorher noch im Park getroffen hatten. Nach dem Duschen und dem Frühstück mit meinem Austauschpartner und seiner Mutter fühlte ich mich aber schon wieder viel besser. Danach ging es wie jeden Morgen erst einmal in die Schule.
In der 1.Stunde bei Herrn Kosec, dem Geschichtslehrer am Gymnasium in Trobovlje, schauten wir einen Informationsfilm über Ljubljana, die Hauptstadt Sloweniens, an, die wir später an diesem Tag noch besuchen wollten.
Danach fuhren wir mit dem Bus zuerst nach GEOSS, dem geographischen Mittelpunkt von Slowenien. Besondere Bedeutung hat der dort stehende Baum zwischen den verschiedenen Gedenksteinen. Der Baum symbolisiert Slowenien und die vielen Blätter sollen die Bewohner Sloweniens darstellen.
Nach einem kurzen Aufenthalt dort ging es mit dem Bus weiter nach Ljubljana. Zuerst liefen wir den Weg zum Schloss hoch, wobei Herr Schröttel voraus marschierte und nur ungern auf die immer noch müden Schüler wartete. Nachdem wir oben angekommen waren, erzählte uns Herr Kosec, dass seit 5000 Jahren schon Leute auf dem Platz der Burg leben. Seit dem 20. Jahrhundert gibt es dort auch Wohnungen. Heute ist die Burg vor allem Tourismus- und Festivalstätte.
Als wir wieder in der Stadt angelangt waren, führte uns der slowenische Geschichtslehrer durch Ljubljana. Die Führung handelte sowohl von den geschichtlichen Überresten aus der Römerzeit wie dem Forum, dem Steinwall oder den Aquädukten, als auch von Ljubljana als heutiger Hauptstadt von Slowenien. Die Hauptstadt ist nicht nur das politische, sondern auch das kulturelle und touristische Zentrum. Gegen Ende der Führung kam es zu einem Missverständnis, bei dem drei Schülerinnen dachten, es wäre schon Freizeit und sich auf ihre eigenen Wege machten. Dieses Missverständnis wurde von Seiten der Lehrer als Frechheit empfunden, doch nach kurzer Zeit kamen die drei Schüler wieder zum Rest der Gruppe dazu.
Dann hatten wir auch bald wirklich zwei Stunden Freizeit, die von den meisten Schülern zum Shoppen genutzt wurde. In Kleingruppen durften wir uns frei in Ljubljana bewegen. Unsere Gruppe kam zufällig zur deutschen Botschaft, die aber schon geschlossen war.
Nach unserer Freizeit fuhren wir mit dem Bus wieder in Richtung Trbovlje. Wir machten aber an der Burg Bogensperk nochmals Halt, um sie zu besichtigen.
Auf der Heimfahrt wurde uns verkündet, dass, wenn jemand am nächsten Tag betrunken in die Schule käme, für denjenigen die Q11-Fahrt gestrichen werden würde. Diese Warnung gab es, da die Lehrer von unserer geplanten kleinen Feier am Abend gehört hatten.
Wieder zuhause gingen wir erst mal Duschen und aßen mit unserer Gastfamilie zu Abend.
Nach einer etwas schaukeligen Fahrt an den Rand von Trbovlje konnte unsere kleine Feier schließlich beginnen.
Im Nachhinein gesehen war der Tag ein voller Erfolg.
Florian V. und Jonas H.


Freitag, 10.06.2011


Es ist Freitagmorgen, der 10.06.2011, und noch herrscht Ruhe im Gymnasium Trbovlje. Doch nach und nach trödeln die slowenischen und auch wir deutschen Schüler, mehr oder weniger fit nach einer durchfeierten Nacht, dort ein. Ein letztes Mal, dass wir uns alle in der Bibliothek der Schule treffen. Unsere Austauschpartner gehen in ihren Unterricht und wir wiederholen mit der Deutschlehrerin Frau Kafel nochmals unsere am Mittwoch gelernten Slowenischkenntnisse. Danach folgt Posterarbeit mit Frau Seifert und Herrn Schröttel, bei der wir, trotz unserer Müdigkeit, viel Spaß haben und gute Ergebnisse hervorbringen.
Zwischendurch singen und tanzen wir noch ein letztes Mal mit dem Musiklehrer Herrn Rojko, um sicher zu gehen, dass am Abend auch alles glatt geht. Um 12:50 Uhr ist unser Schultag dann zu Ende und wir sind doch alle ein bisschen froh, als unsere slowenischen Partner uns abholen. Zuhause angekommen bereiten wir uns mehr oder weniger auf die Abschlussveranstaltung vor, holen noch ein bisschen Schlaf nach und fangen schon einmal schweren Herzens an, unsere Koffer ein wenig zu packen.
Um 17:30 Uhr treffen wir uns alle in der Sporthalle des Gymnasiums, um die letzten Vorbereitungen zu treffen und dann um 18:00 Uhr die Eltern in Empfang zu nehmen. Zu Beginn begrüßen uns zwei unserer Partner mit einem Trompeten-Duett. Es folgt die Begrüßung durch die Schulleiterin, deren Worte von Frau Kafel für uns übersetzt werden. Auch unsere Gastschüler übersetzen deutsch und slowenisch. Sie stellen ihre in Deutschland angefertigten Plakate vor und erzählen, was sie in Deutschland erlebt haben. Danach sind wir an der Reihe. Wir stellen ebenfalls unsere Plakate vor und langsam wird es Zeit, unsere Slowenischkenntnisse vorzuführen. Oliver und Christoph sagen das slowenische ABC auf, Simone und Johanna führen einen kleinen Dialog auf, Anna und Theresa stellen sich vor (Name, Heimat, derzeitiger Aufenthaltsort/Austauschpartner) und Andrea und Silvia sagen ein paar einzelne Wörter.
Wir haben uns am Mittag viel Mühe gegeben, eine Powerpointpräsentation mit Bildern unserer tollen Zeit anzufertigen und wollen diese auch abends zeigen. Leider war die Arbeit umsonst, weil nach der zweiten Folie ein Fehler auftritt und auf einmal alle Bilder weg sind. Wir sind alle ein wenig enttäuscht, doch Rok Hvala – ein Schüler des Gymnasiums – heitert uns mit seinen Gesangseinlagen „Wahnsinn“ (bei dem wir Deutsche natürlich alle die passenden Einwürfe bringen) und „When you say nothing at all“ wieder auf. Unsere Austauschschüler singen erneut das Lied, das sie schon an der Abschlussveranstaltung in Deutschland gesungen haben und wir führen ein im Musikunterricht gelerntes Rondo auf. Außerdem tanzen wir noch einen typischen slowenischen Tanz. Zuletzt bedankt sich die Schulleiterin noch bei Herrn Schröttel und Frau Seifert und bei den beiden Deutschlehrerinnen Frau Kafel und Frau Holesek, die uns bei unserem Aufenthalt betreut haben. Zum guten Schluss singen wir –mit Hilfe weniger slowenischer Schüler- ein etwas älteres, aber schönes Lied „Dan Ljubezni“.
Es gibt reichlich zu trinken und viele Snacks und wir unterhalten uns noch ein bisschen, schauen uns die Plakate an und machen viele, viele Fotos zur Erinnerung. Schließlich gehen wir alle in den Park und lassen den Abend ausklingen. Um 0:00 Uhr geht’s dann, leider nur mit ein paar, in die Disco in Zagorje. Dort lassen wir es noch ein letztes Mal so richtig krachen, bis es dann um 3-4 Uhr zurück in die Gastfamilie geht. Obwohl wir ein bisschen traurig waren, den letzten Abend nicht alle gemeinsam verbringen zu können, hatten wir alle unseren Spaß und eine unvergessliche Zeit in Slowenien.
Hanna Z., Nicole G.


Samstag, 11.06.2011


Nun war es soweit, die Abreise der Deutschen aus Slowenien war gekommen. Zwar hatte das ganze den guten Aspekt, dass wir unsere Familie und Freunde in Deutschland bald wieder sehen konnten, aber bedrückende Stimmung überwog.
Immerhin wurden in dieser Woche viele lustige Unternehmungen gemacht und durchaus Freunde fürs Leben gefunden. Viele konnten sich nur schwer mit der Trennung von den Partnern abfinden , weshalb sich die auf acht Uhr geplante Abfahrt um etwa eine halbe Stunde verzögerte, bis sich Herr Schröttel entschied, einzelne Schüler in den Bus zu zerren.
Als der Bus dann schließlich losfuhr, winkten wir unseren Gastgebern, die sich diese Woche sehr bemüht hatten, noch einmal zu.
Nun stand eine lange Heimfahrt vor uns. Trotz der Verspätung bei der Abfahrt und drei längeren Pausen auf Rasthöfen kamen wir pünktlich in Scheinfeld an .Dort warteten unsere Angehörigen bereits um uns abzuholen.
Alle waren erschöpft, aber dennoch glücklich, da sie in dieser Woche viele neue Erfahrungen machen konnten.
Mirijam O., Anne-Kathrin E. und Theresa Z.

 

 

 


 

Berichte vom Slowenienaustausch 2010

Donnerstag, 20. März 2010

An einem sonnigen Donnerstagmorgen starteten wir vollbepackt mit dem Bus Richtung Slowenien. Auf der Hinfahrt gab es viele Möglichkeiten sich zu unterhalten, Karten zu spielen, zu schlafen, sinnlos zu lachen, zu essen oder auch gerne mal zu trinken. An einer österreichischen Raststätte gab es für eine Hand voll Euro mehrere Schnitzel - all you can eat! Dieses Angebot wurde ohne zu zögern von Herrn S. und Frau S. wahrgenommen. So kam es dann, dass sie etwa 10 Minuten nach dem vereinbarten Treffpunkt immer noch gemütlich besagtes Angebot wahrnahmen. Wobei zuvor sehr viel Wert auf Pünktlichkeit gelegt wurde?. Aber wie fast jede andere ging auch diese Busfahrt weiter Richtung Ziel: Trbovlje. Auf dem ersten Parkplatz in Slowenien kam es dann zu Verwirrungen bezüglich der Toiletten: Niemand wusste, welche Tür zur Damen- und welche zur Herrentoilette führte. Ein paar Stunden später empfingen uns dann unsere aufgeregten Austauschpartner vor dem Gymnasium in Trbovlje.

F. Vicedom

Freitag, 19. März 2010

Vorfreude und ein Funke Spannung lagen also in der Luft, als wir uns am ersten Schultag in der Schule trafen. Die erste Nacht in einem Land, dessen Sprache keiner von uns beherrschte, war überstanden. Die ersten Fragen zum Kennenlernen waren bereits an die Familie gestellt und jeder von uns hatte nun etwas zu erzählen! Doch lasst uns all die Eindrücke mit Hilfe eines Einblicks in Nadines Tag veranschaulichen?
6.05 Uhr - Das Klingeln meines Weckers reißt mich aus dem Schlaf.
6.23 Uhr - Mühsam schleppe ich mich aus meinem kuscheligen Bett und werde fast von einer Hitzewelle niedergerafft. Wer hat meine Heizung auf die höchste Stufe gestellt? Schnell reiße ich die Fenster auf, wobei mir fast ein Kaktus auf die Füße fällt. Wer stellt seine Zimmerpflanzen vor das Fenster, das man täglich mehrmals öffnet?
6.32 Uhr - Nun stehe ich vor einer geschlossenen Badezimmertür und rätsele, ob sich jemand im Bad befindet oder nicht. Der Versuch nämlich, am Abend zuvor einen Schlüssel für diesen heiligen Raum zu ergattern, ist kläglich gescheitert. Es würde schon niemand hereinkommen, wenn ich im Bad sei. Aber woher weiß ich denn, wenn sich jemand dort aufhält?
6.34 Uhr - Nachdem ich nun durch ein leichtes Kopfnicken der Mutter das Zeichen bekommen habe, dass das Badezimmer frei ist, öffne ich dennoch vorsichtig die Zimmertür.
6.50 Uhr - Das gemeinsame Frühstück ist angesagt.
7.00 Uhr - Noch ein wenig müde rühre ich in meinem Müsli herum und starre auf den WinniPuh-Untersetzer. Meine Austauschpartnerin schläft immer noch, während ihr Vater mir von seinen Erlebnissen in Deutschland erzählt - und wie schön ruhig es doch dort auf dem Land ist. Meinem "zu ruhig" zeigt er jedoch kein Verständnis.
7.30 Uhr - Im Gymnasium angekommen, machen wir vor einer Schließfachwand halt. Mit angezogenen Hausschuhen verabschiede ich mich in einem quasselnden Haufen meiner Mitschüler von meiner neu gewonnen Freundin.
7.35 Uhr - Zum (für alle, die bis dahin noch nicht ganz wach gewesen sind) aufweckenden Gongschlag begrüßt uns die Direktorin der Schule herzlich. Anschließend erhalten wir einige Informationen über Trbovlje, seine Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote.
7. 50 Uhr - Ein Raunen geht durch die Bänke, bis auch noch der letzte Schüler merkt, dass Frau Schmidt gar nicht anwesend ist.
8.46 Uhr - "Vielleicht will sie heute ausschlafen?!" - 1. Theorie für Frau Schmidts Abwesenheit -
9.15 Uhr - Obwohl hier jedes Klassenzimmer mit einem eigenen Computer und einem Whiteboard ausgestattet ist, brauchen die Lehrer genauso lange wie bei uns, bis ein Film zum Laufen gebracht wird.
9.28 Uhr - Die Geografie-Stunde beginnt.
10.10 Uhr - JEDE Zweiergruppe erhält einen Laptop, um nun mit ihrem Wissen ein bereits auf dem Computer erstelltes Quiz über Slowenien zu bearbeiten.
10.50 Uhr - Frustriert und hungrig (es gibt nur 5-minütige Pausen zwischen den Stunden) brechen wir in Richtung Mensa auf. Vielleicht liegt es am Personal, vielleicht an der geringeren Schülerzahl, doch nach nur läppischen zwei Minuten halte ich mein Tablett in der Hand und zeige auf ein eingepacktes Sandwich.
10.59 Uhr - "Vielleicht waren ja die Pralinen vergiftet?!" - 2. Theorie -
11.30 Uhr - Ortswechsel: Rathaus in Trbovlje. Als wir den Saal betreten, warten auf uns schon jede Menge Getränke, Sandwiches und zwei Bürgermeister, wobei sich der 1.Bürgermeister nach einem knappen "Hallo" auch schon wieder verabschiedet. Somit müssen wir uns mit seinem Stellvertreter zufrieden geben, der, wie uns gesagt worden ist, viele Fragen von Seiten der Schüler erwartet. Smart wie wir sind, haben wir uns daher bereits sagenhafte 10 Minuten vor unserem Besuch einige interessante Gedanken überlegt, die wir nun zum Besten geben konnten.
12.24 Uhr - "Vielleicht wollte sie die Begrüßung des Bürgermeisters umgehen?!" - 3. Theorie
12.30 Uhr - Museumsbesuch: Slowenien liebt Power Point!! Nachdem uns mithilfe einer Power Point Präsentation die Geschichte der Minenarbeit/-er dargestellt worden ist und wir bereits brennen vor Neugier, wie diese früher überhaupt gelebt haben, werden wir zu den alten Arbeiterwohnungen geführt. Wir alle zwängen uns in eine derartig kleine Wohnung, dass wir uns kaum noch bewegen können, geschweige denn überhaupt genug Luft bekommen, um zu atmen.
13.40 Uhr - Zu acht brechen wir nach Schulschluss sofort auf zur Jackbar, dem Treffpunkt schlechthin unter den Jugendlichen. Dort wird erst einmal unseren slowenischen Freunden gezeigt, was Billard überhaupt ist! Doch schnell sind die Regeln verstanden und das Spiel bleibt spannend bis zur letzten Minute. Auf eine Revanche in Deutschland!!
15.14 Uhr - Ein angenehmer Duft steigt in meine Nase, als ich am Nachmittag die Wohnung betrete. Schon wieder sitze ich am Küchentisch, während die Mutter mir immer mehr auf meinen Teller häuft, obwohl er schon fast überquillt. Doch ich habe gelernt: Das sind slowenische Portionen.
16.15 Uhr - Sowohl slowenische Straßen als auch slowenische Fahrkünste sind eher holprig, bemerke ich auf unserem kurvigen Weg hinauf zu einem wunderschönen Aussichtspunkt über Trbovlje. Der Wind weht uns die Haare ins Gesicht, Sonnenbrillen werden aufgesetzt und wir genießen einfach nur die Freiheit.
17.00 Uhr - Beinahe wäre dem slowenische Fahrstil ein Dachs zum Opfer gefallen...
17.51 Uhr - Wir ziehen durch Trbovlje zu zweit, zu viert, zu sechst, zu acht?und es nimmt kein Ende.
19.30 Uhr - Endlich haben wir unsere "Einsammeltour" durch die Stadt beendet und steigen skeptisch (der Busfahrer grinst so merkwürdig), aber voller Vorfreude auf den Abend und die berühmte Bowlingbahn in den Bus nach Zagorje.
20.00 Uhr - Inzwischen haben sich noch mehr unserer Mitschüler in der Bowlingbahn eingefunden, die Gruppen sind gebildet, Dehnübungen abgeschlossen: Das Spiel kann beginnen. 21.00 Uhr - Das Bowling ist bereits Nebensache.
22.00 Uhr - Nach 2 Stunden ist die Bahn weniger zum Bowlen und mehr zum Testen dessen, was wir in Englisch so fürs Leben gelernt haben, brauchbar.
22.30 Uhr - Das Bowling ist ganz vergessen.
24.00 Uhr - Der Heißhunger packt uns, doch zum Glück gibt es ganz in der Nähe - nach Aussagen unserer slowenischen Freunde - den weltbesten Döner und Cheeseburger. Wir müssen zugeben: Sie haben uns nicht zu viel versprochen!!!
00.30 Uhr - Unser persönliches Taxi wartet schon, das uns direkt vor die Haustür chauffiert.
02.43 Uhr - Erschöpft falle ich, nach einem Glas Milch und einem netten Gespräch mit meinem Gastvater, mit einem "Lahko no?" in mein warmes kuscheliges Bett.
Was bleibt mehr zu sagen, als dass dies ein gelungener Start in einen spitzen Austausch war, von dem sich jeder auf die Fortsetzung in Deutschland freut.

N. Leisgang & R. Seitz

Samstag, 20.03.2010

Nun begann das große Abenteuer: Wochenende in der Gastfamilie! Mit Sicherheit haben nicht alle das gleiche erlebt, aber ein Großteil von uns ist am Vormittag mit dem Zug in Sloweniens Hauptstadt Ljubljana gefahren. Und was machen Jugendliche, wenn sie alleine auf die Großstadt losgelassen werden: SHOPPEN!  Die Gruppen erkundeten Ljubljana auf unterschiedlichen Wegen und wussten nichts voneinander. Während die eine Gruppe zuerst ausgiebig shoppen ging und danach viel Spaß beim bowlen hatte, war die andere Gruppe in der Altstadt unterwegs und besichtigte viele Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die vielen alten Brücken, den St. Nikolai Dom oder den Markt, bevor sie sich dann aber auch auf die Shoppingcenter gestürzt hat, doch es wurden hauptsächlich andere Aktivitäten, wie Kart-Bahn und Kino, genutzt. Auch am Wochenende konnten wir die Angewohnheit unserer Austauschpartner genießen, die sich oft in Cafés und Bars aufhalten. Außerdem haben manche von uns die Skiflugweltmeisterschaft in Planica besucht oder sich vom vorherigen Abend erholt. Am Abend sind wir dann unser aller Lieblingsbeschäftigung nachgegangen: Party. Doch in Slowenien kennt man es anders als in Deutschland. Der Besuch der Disco erfolgt erst nach Mitternacht, da man sich davor in Bars oder auf Basketballplätzen mit seinen Freunden trifft und dann die Disco so gegen 4 oder 5 Uhr morgens erst wieder verlässt. (Dem entsprechend hat man am nächsten Morgen ausgeschlafen).

S. Nickel und K. Barthelmeß

Sonntag, 21.03.2010

Nach einer Nacht in einer Pension sind wir aufgebrochen in Richtung Postojna, um uns mit ein paar anderen Austauschkollegen zu treffen und die Höhlen zu besichtigen. Vorher fuhr ich noch mit meiner Austauschfamilie zu der Burg, in der Erasmus lebte . (Der Mann, der Jahre lange Belagerung überlebte, weil er durch Höhlen in Täler kam und sich Nahrung holte .) In Postojna angekommen, trafen wir die anderen Austauschpartner und -partnerinnen .Sie erzhälten von einem sehr ausgiebigem Wochenende, denn viele von ihnen waren in Discotheken und auf der Bowlingbahn. Ich hingegen war in Planica beim berühmt, berüchtigten Skifliegen, was auch nicht schlecht war. Nachdem wir unseren Austausch der Erlebnisse beendet hatten, ging die Führung in den Höhlen schon los. Wir fuhren mit der einzigen "U-Bahn" in ganz Slowenien in die Grotten, in denen erstaunliche Calciumcarbonatgebilde in biblischem Ausmaß "wuchsen". Die Führung dauerte ca. 2 Stunden und danach gingen wir noch in ein Gebäude, das Ähnlichkeit mit einem Aquarium hatte. In diesem Haus wurden einige Tiere, die in der Höhle, die, nebenbei bemerkt, um mehrfache Male gößer ist als die Tropfsteinhöhle in der fränkischen Schweiz, leben. Dann sind wir alle zu einem Restaurant gefahren ,in dem uns ein 3-gängiges Menü erwartete. Nach Verspeisen des Mahles fuhren wir weiter nach Piran, einer Hafenstadt. Dort angekommen besichtigten wir ein Aquarium mit Haien und Tintenfischen etc. Wir besuchten außerdem noch die Küste und sahen von dort aus sogar schon die Küste von Kroatien. Nach einem so kulturellen Tag brauchten wir alle erst mal eine Pause und sind in eine kleine Bar, in der wir abschalteten und uns auf die 1,5-stündige Heimfahrt vorbereiten. Zuhause angekommen wartete ich mit Primoz nicht lange und wir gingen in die "Jack Bar", um dort wieder alle Austauschkollegen zu sehen, die mit uns gegangen sind. Nach ein oder zwei Kicker-Matche war es auch wieder Zeit heimzugehen...

D. Strobler

 

Sonntag der erste Tag an dem ich ausschlafen konnte, zumindest bis mich um 13.00 Uhr mein Austauschpartner Jure weckte . Am Abend zuvor wurde gefeiert, darum war ich nicht so fidel. Zur ersehnten Dusche hatte ich keine Zeit, da das Mittagessen schon bereit stand. Meine Tauschmutter fragte Jure nach meinem Lieblingsessen; da ihr Englisch nicht das beste ist. Letztendlich gab es Schnitzel. Leider war ich nicht sehr begeistert, da das Schnitzel sehr zäh war und die Beilage nur aus 4cm dickem Weißbrot bestand. Aber nun gut, wenn man hungrig ist, dann bekommt man alles runter. Nachdem das geschafft war, besuchten wir die Großmutter, die nur 50 Meter weiter wohnte. Ich kannte sie schon von Freitag und mir war sie trotz unmöglicher Kommunikation von Anfang an sympathisch, von ihr erhielt ich auch eine Flasche Wein zum Abschied, da sie derselben Auffassung wie ich war. Bei der Oma waren Jures zwei Cousinen zu Besuch die eine war 14 und ging auf die Grundschule (seltsames Schulsystem) und deren Schwester kam von der Hauptstadt, in der sie studiert, extra um mich zu sehen und kennen zu lernen. Sie ist 23.
Letztere war ausgesprochen nett und konnte sowohl Deutsch als auch Englisch; Englisch aber besser. So unterhielt ich mich lange mit dieser. Ich erfuhr unter anderem, dass der Vater von meinem Partner vor 5 Jahren an einer Krankheit gestorben ist und sie die Mutter dafür verantwortlich machen und darum die Familienhäupter im Streit sind. Die nette Omi hat mich mit Plätzchen, Bananen, Äpfeln, Tee und Limo zugestopft, was mir aber nicht sehr viel ausmachte. Als wir gehen wollten, fragte ich Jure, ob ich nicht von hieraus Zuhause anrufen könne da meine Tauschfamilie kein Festnetz besaß (warum auch immer). Nach der Zustimmung seiner Großmutter telefonierte ich das erste Mal nach Deutschland, doch ich sprach nur mit mir selbst (kurz: meinem Anrufbeantworter), aber ich hatte wenigstens eine Möglichkeit entdeckt mit meiner Mama zu sprechen. Nachdem auch das passiert war, gingen wir zu Jures bestem Freund, einem 20Jährigen, der sich mithilfe von Spongebob selbst Deutsch beibrachte und das fließend spricht und auch noch richtig. Er hatte einen Kicker, bei dem ich komischerweise nie verloren habe. Dann kam uns die Idee nach Laschko in ein großes Schwimmbad zu gehen. Mir gefiel diese Idee sehr gut und meinem Partner ebenfalls da wir beide vom Tag zuvor körperlich down waren. Also fuhren wir 3 ca. eine Stunde nach Laschko. Da ich nicht sehr viel erwartet hatte, war ich umso begeisterter, als ich sah, wie dieses Thermalbad aussah.
Es war hochmodern warm und riesig; 4 verschiedene Wirlpools ragten wie Pilze vom Hauptbecken nach oben, die Dachkuppel war verglast, es gab ein Wellenbecken, ein Außenbecken, eine Sauna, ein Restaurant usw. Wir chillten in diesem Bad und redeten viel über unsere Länder, unser Zuhause, Slowenien und die Vergangenheit. Nach 2,5 Stunden wollten wir etwas essen, doch das Restaurant hatte bereits geschlossen. So blieben wir noch eine halbe Stunde und machten uns mit leeren Magen auf die Heimreise. In Trbovlje angekommen, machte mein Partner den Vorschlag zum Döner zu gehen, was mir sehr gefiel. Der Döner war spitze groß und saftig und innerhalb von 5 Minuten gegessen .Nachdem alle soweit waren fuhr uns sein bester Freund nach Hause, wo ich mich mit vollem Magen, entspanntem Körper und entspannter Seele in mein Bett legte (denn es war bereits nach 11 Uhr) und schlief, bis mich am Montag mein Wecker um 5.45 Uhr aus dem Bett holte.

J. Bucher

Montag, 22.03.2010

Unser Tag begann in der Schule, dem Gimnazija in ekonomska srednja sola Trbovlje, mit Unterricht und zwar mit zwei Stunden Chemie. Herr Medves zeigte uns im Klassenzimmer 19 in der Zeit zwischen 7.35-9.10 Uhr (1+2 Stunde!), wie man Aspirin herstellen kann.
Anschließend stellte er uns noch einen lustigen Versuch mit Spülmittel vor.
Nun brachen wir um 9.15 Uhr mit einem lila Bus und Frau Bola-Zupancic, unserer Geografie- Lehrerin, zu dem Ausflug nach Sempeter und anschließend nach Ptuj auf. In Sempeter, Herrn Schröttels Lieblingsstation, war ein alter römischer Friedhof, bzw. die Grabmäler, die sehr gut erhalten waren. Sascha, der an diesem Tag leider etwas verschlafen hatte, musste als "Strafe" die lateinischen Inschriften übersetzen. Unsere Führerin war sehr nett, sie erzählte viel über die Bilder auf den Grabmälern, die Geschichten über die Götter, die dort abgebildet waren, und vieles vieles mehr und zwar auf DEUTSCH. Beispielsweise, dass man anhand der Kleidung der Personen, die auf den Steinen abgebildet waren, erkennen konnte, zu welcher Zeit das Grabmal gebaut wurde, da zu dieser Zeit diese Kleidung modern war. Es gab vier Grabmäler zu bewundern: das Schönste; das Älteste; das Jüngste; das Größte.
Jetzt fuhren wir weiter nach Ptuj. Dort gingen wir zu einer Kirche, der Ptujska gora. Ein Mönch (diese Mönche waren einst auch in Schwarzenberg) öffnete. Wir schauten uns einen interessanten Film über verschiedene Details der Kirche an, wie zB. den Aufbau. Adelige Leute bauten sie an dieser Stelle, an der ihre blinde Tochter wieder sehen konnte, da sie Gott so dankbar waren. Besonders an dieser Pilgerkirche ist, dass eine Marienstatue in ihr steht, die einen sehr großen Gnadenmantel trägt. Danach gingen wir auf die Burg von Ptuj. Hier erzählte uns unsere Lehrerin noch einige Details, danach hatten wir Freizeit. Wir bekamen Karten in die Hand gedrückt und sollten nach einiger Zeit an einer bestimmten Stelle in der Stadt sein ;-). Um 17 Uhr kamen wir an unserer Schule an.
Am Abend feierten wir mit unseren Austauschpartnern den 16. Geburtstag von Katharina Feßler in der uns mittlerweile wohlbekannten Jack Bar. Doch an dieser Stelle wollen wir nicht zu viel verraten =).

A. Kemmerer & M. Thiel

Dienstag, 23.03.2010

Heute hatten wir die vollen 7 Stunden Unterricht; das heißt von 7.35 bis 13.40, mit einer 25minütigen Pause um 10.50 Uhr. Die ersten drei Stunden Slowenisch dienten uns zum Erlernen einiger slowenischer Sätze. Hier ist eine kleine Kostprobe:
Slowenisch - Deutsch
Dober dan - Guten Tag
Prosim - Bitte
Hvala - Danke
?ejen sem - Ich bin durstig
Lahko jutro - Gute Nacht
Außerdem begannen wir das Lied Country Roads strophenweise Englisch und Slowenisch abwechselnd zu lernen, was uns einigermaßen schwer fiel. Im Englischunterricht bei Frau Prezlj unterhielten wir uns über "weddings". Bei einem Rollenspiel darüber konnten wir unsere Englischsprachkenntnisse unter Beweis stellen. Danach war erst einmal Pause. Im Informatikunterricht erhielt jeder Schüler einen Laptop, mit dem er frei nach seinen Wünschen im Internet surfen durfte. Die Physiklehrer Herr Berk und Herr Grilc führten uns einige interessante Experimente zum Thema Elektrizität vor.
In der zweiten Physikstunde erledigten wir in Gruppen Aufgaben zum Thema Stromkreislauf. Insgesamt gesehen war es ein anstrengender aber doch sehr informativer Tag.

P. Schmidt

Mittwoch, 24.03.2010

Um halb acht begann für uns dir erste Stunde mit Herrn Schröttel und Frau Schmitt, wo wir unsere Projektgruppen einteilten und die Themen über unseren Aufenthalt in Slowenien festsetzten. In Biologie wiederholten wir die Zellorganisation und den Aufbau einer prokaryotischen und einer eukaryotischen Zelle, die wir danach auch noch durch ein Mikroskop betrachten konnten. In dem Biologiesaal befanden sich außerdem noch Aquarien mit Fischen und einer Schildkröte! Danach begannen wir unseren Ausflug, wobei unsere erste Station Bogen?perk war. Dies ist ein Schloss, das um 1511 errichtet wurde. Der wohl berühmteste Eigentümer dieses Schlosses war Janez Vajkard Valvasor. Er war einer der ersten Kartographen dieses Landes und schrieb das erste Buch über Slowenien, das über 3000 Seiten umfasst und auch noch heute in Bogen?perk zu besichtigen ist. Auch kann man dort noch unter anderem die Schlossbibliothek und eine Jagdabteilung besichtigen, was auch wir in einer Führung taten.
Weiter fuhren wir nach Ljubljana, die Hauptstadt von Slowenien. Hier bekamen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu Gesicht, wie z.B. die Drachenbrücke und die Burg, die auch auf der Flagge von Ljubljana zu sehen sind. Nach der 1,5 Stunden langen Führung hatten wir genauso lang Freizeit, in der wir essen und shoppen gehen konnten. Pünktlich um 17 h kamen wir wieder in Trbovlje an.

K. Feßler

Donnerstag, 25.03.2010

In der ersten Stunde hatten wir bei Herrn Beton und Frau Kolar eine Stunde Psychologie, in der wir den Prozess des Erwachsenwerdens und die in dieser Zeit aufkommenden Konflikte behandelten.
Ein Konflikt war beispielsweise zwischen Lehrer und Schüler:
Janek spielte den Lehrer und Herr Schröttel den Schüler, der sich bei seiner Lehrkraft für eine angeblich unfaire Note beklagen sollte. Doch als der Schüler (Herr Schröttel) bemerkte das seine Beschwerde auf Uneinsichtigkeit trifft, verlor er die Beherrschung und schrie den Lehrer (Janek) an: "Bad grades, bad grades!" und stürmte aus dem Klassenzimmer.
In der zweiten Stunde hatten wir wieder eine Stunde Slowenisch, in der wir unser Lied, das wir auch schon am Dienstag geübt hatten, weiter einstudierten. Dann hatten wir den restlichen Schultag (also bis 13:40) Posterarbeit mit Herr Schröttel und Frau Schmidt. In dieser Zeit herrschte eine sehr lustige Stimmung im Raum, obwohl jeder seiner Arbeit nachging. Die Ergebnisse könnt ihr in der Aula bestaunen. Herr Schröttel bewertete sie als die besten, die er bei seinen Austauschen gesehen hatte.
Am Nachmittag befand sich jeder bei seiner Gastfamilie und bereitete sich mehr oder weniger auf die Endveranstaltung um 18:00 vor, die in der Sporthalle des Gymnasiums statt fand.
Der Abend begann wie jeder offizielle Schulabend mit einer Rede der Schuldirektorin die für uns Deutsche von einer Deutschlehrerin übersetzt wurde. Weiter ging es mit einer Tanzperformance zweier Schülerinnen zu dem Lied Tik Tok von Kesha. Nun waren die Deutschen an der Reihe. Zuerst stellten sich Sabine und Sascha, auf slowenisch, dem Publikum vor und Katharina, Lena und Carolin zeigten einige Phrasen, die wir im Slowenischunterricht gelernt hatten. Auch an Musik fehlte es nicht. Es wurde von einer Klasse ein Lied, das die Präpositionen für den Dativ einfacher machen sollte, vorgetragen, die Deutschen sangen Country Roads in englisch, slowenisch und deutsch und zwei Slowenen sangen Schnappi das kleine Krokodil. Die Plakate, die am Vormittag entstanden waren, wurden vorgestellt und eine Power Point Präpositionen wurde gezeigt, in der die Deutschen ihre Eindrücke zeigten. Zu guter Letzt tanzten 4 Paare (4 Slowenen, 4 Deutsche) zusammen Polka, was sich zu einer riesigen Polonaise entwickelte.
Dies war der offizielle Teil.
Direkt nach diesem verließen wir die Halle und machten uns auf dem Weg zu einer eigens für uns gemieteten Disco (Flash), um gebührend unseren Abschlussabend ausklingen zu lassen. Alle Teilnehmer des Austausches waren anwesend und es wurde gefeiert, gesungen und getanzt. Die Stimmung war grandios. Auch weil sich immer wieder ein paar Tapfere an den vorhanden Stangen als Poletänzer/-innen versuchten. Um halb 12 verließen wir die Disco, weil diese schließen musste und begaben uns für einen kleinen Mitternachtsimbiss zu einer Dönerbude, an der, leider viel zu früh, unser gemeinsamer Abend endete und jeder zu seiner Familie zurückkehrte.

C. Belz & K. Schäfer

Freitag, 26.03.10

Die letzten Dinge wurden gepackt, man hat sich von der Gastfamilie verabschiedet und dann gings auf zur Schule. Um 8 Uhr kam der Bus und dadurch der Abschied von den Austauschpartnern, der vielen wirklich nicht leicht viel. Eine viertel Stunde später dann die Abfahrt.
Wir kamen durch den Ort Lasko, den man entweder wegen eines Reformators oder aber des dort abgefüllten Bieres bewundern konnte. Die Fahrt wurde außerdem durch einige "Wenn ich du wäre?"-Aktionen aufgelockert. Je näher wir der Heimat kamen, desto schlechter wurde das Wetter. Ansonsten gab es aber keine größeren Vorkommnisse. Um ca. 18 Uhr waren wir dann schließlich in Scheinfeld, wo einige von uns in einer Polonaise aus dem Bus tanzten. Dann wurden nur noch die Koffer geholt und es ging ab nach Hause.
Ach ja: Herr Schröttel lobte uns, dass wir die beste Gruppe waren, mit der er je nach Slowenien gefahren ist.

L. Hartlehnert

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