Impressionen vom Wasserskifahren


Eine Familienministerin, ein Ministerpräsident und sogar eine Bundeskanzlerin waren schon zu Besuch, um sich die Projekte der Gemeinde Langenfeld erklären zu lassen. Nun besuchte die 11. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Scheinfeld das Örtchen und ließ sich von der Ersten Bürgermeisterin Anna Ebener herumführen.
Nachdem Studienrätin Rebekka Hack in den Vorjahren bereits einen informativen Besuch beim Markt Bibarter Bürgermeister organisiert hatte, war diesmal Langenfeld an der Reihe. Frau Ebener nahm sich zwei Stunden Zeit, um den Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Gemeinderats- und Bürgermeisterarbeit zu geben. Wie wird man Gemeinderat und Bürgermeister? Wann muss man als Bürger eigentlich ins Rathaus? Welche Dienstleistungen erhält man dort und worum kümmert sich die Gemeinde sonst noch? Frau Ebener erzählte sehr anschaulich von den Wahlen, den Aufgaben der Kommune, den Regeln der Gemeinderatsarbeit und ihrer eigenen Rolle als ehrenamtlicher Bürgermeisterin. Dabei berichtete sie auch von ihrem persönlichen Weg in die Kommunalpolitik und ihrem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement. Als erste Bürgermeisterin in der Geschichte Langenfelds engagiert sie sich nicht nur im Rathaus für ihre Gemeinde, sondern war und ist auch für den Dorfladen aktiv.



Darüber hinaus erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Räumlichkeiten wie den Sitzungssaal und das Bürgermeisterinnenbüro, vor allem aber in aktuelle Problemstellungen der kommunalen Vertretung: So konnten die Jugendlichen beispielsweise im Ratssaal über die Auswahl der Pflastersteine für die Sanierung der Bahnhofsstraße abstimmen und landeten dabei einen Volltreffer, denn der Gemeinderat hatte am Abend zuvor die gleiche Wahl getroffen.
Bei einem Rundgang durch den Ort erfuhren die Schülerinnen und Schüler sehr anschaulich etwas über das Leuchtturmprojekt der Dorflinde, das Biber-Management in der Ehe und die Probleme bei der Gestaltung des Ortseingangs. Spannend war dabei auch die Frage, wie es einer vergleichsweise kleinen Gemeinde wie Langenfeld gelingt, größere Projekte wie die Dorflinde oder den Dorfladen auf den Weg zu bringen. Wo finanzielle Spielräume begrenzt sind, kommt es umso mehr auf kreative Ideen, Eigeninitiative und die gezielte Nutzung von Fördermöglichkeiten an.

Frau Ebener gelang es durch ihre altersgerechte und lebensnahe Präsentation sowie durch überraschende Zahlen und ehrliche Antworten großes Interesse bei den Jugendlichen zu wecken. Dabei richtete sie ihren Blick auch ganz konkret auf die Schülerinnen und Schüler selbst: Als Elftklässlerinnen und Elftklässler werden sie bei der nächsten Kommunalwahl bereits wahlberechtigt sein und können damit unmittelbar mitentscheiden, wer ihre Heimatgemeinden künftig gestaltet. Ebener ermutigte die Jugendlichen darüber hinaus, sich selbst einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Vielleicht bekam die eine oder der andere auch Lust, sich selbst mehr für die Politik der eigenen Kommune zu interessieren – dann wäre das Ziel des Schulausflugs, der in der Langenfelder Eisdiele einen kulinarischen Ausklang fand, voll erfüllt.
Ralf Arndt, StD, und Rebekka Hack, StRin